Kieferorthopädie

Kieferorthopädie
Die Kieferorthopädie befasst sich mit der Diagnose und Behandlung von Fehlstellungen der Zähne und Kiefer. Mit verschiedenen Verfahren werden schiefe Zähne, Kieferfehlstellungen und Bissprobleme korrigiert — für ein gesünderes, harmonischeres und ästhetischeres Gebiss.
Was ist Kieferorthopädie?
Die Kieferorthopädie ist das Fachgebiet, das Fehlstellungen von Zähnen und Kiefern behandelt. Indem die Zähne in eine regelrechte Stellung gebracht werden, unterstützt sie Funktionen wie Kauen und Sprechen — und sorgt zugleich für ein ästhetisches Lächeln.Kieferorthopädische Behandlungen erfolgen in der Regel mit festsitzenden oder herausnehmbaren Apparaturen (Zahnspangen, Platten und Ähnliches). Diese bringen die Zähne nach und nach in die richtige Position. Die Behandlungsdauer richtet sich nach Alter, Zahnsituation und Behandlungsplan.
Die kieferorthopädische Behandlung
Eine kieferorthopädische Behandlung korrigiert Fehlstellungen der Zähne oder des Kiefers. Dabei werden die Zähne ausgerichtet und die Kieferknochen in die richtige Position gebracht. Am häufigsten kommen festsitzende Zahnspangen und transparente Aligner zum Einsatz. Welches Verfahren gewählt wird, richtet sich nach Ihrer individuellen Zahnsituation.
Die Behandlungsschritte
- Untersuchung und Planung: Die Mundsituation wird eingehend untersucht, der Zustand von Zähnen und Kiefer beurteilt und ein Behandlungsplan erstellt.
- Röntgen und Modelle: Für ein genaues Bild der Ausgangssituation werden Röntgenaufnahmen angefertigt und Abdrücke genommen.
- Umsetzung des Behandlungsplans: Feste Zahnspangen, transparente Aligner (Invisalign) oder andere Apparaturen werden eingesetzt. Sie bewegen die Zähne schrittweise in die richtige Position.
- Regelmäßige Kontrollen: Während der gesamten Behandlung finden regelmäßige Kontrolltermine statt. Je nach Zahnbewegung werden die Bögen nachgestellt oder die Aligner gewechselt.
- Retainer nach der Behandlung: Nach Abschluss empfiehlt sich ein Retainer, damit die Zähne ihre neue Position dauerhaft behalten.
Behandlungsarten
- Feste Zahnspangen: Metall- oder Keramikbrackets werden auf die Zähne geklebt; über Bögen werden die Zähne bewegt.
- Transparente Aligner (Invisalign): Die bevorzugte Lösung für alle, die keine feste Spange möchten — herausnehmbare, durchsichtige Schienen.
- Linguale Technik: Die Brackets werden auf der Zahninnenseite angebracht und sind dadurch von außen nicht sichtbar.
- Herausnehmbare Apparaturen: Bei leichteren Fehlstellungen eingesetzte, abnehmbare Geräte.
Welche Vorteile bringt die Behandlung?
- Korrektur von Engständen und schiefen Zähnen
- Behebung von Bissfehlstellungen
- Ein ästhetisch schöneres Lächeln
- Bessere Kau- und Sprechfunktion
- Einfachere Zahnreinigung und dadurch Vorbeugung von Karies und Zahnfleischerkrankungen
Häufige Fragen zur kieferorthopädischen Behandlung
- Ab welchem Alter ist eine Behandlung möglich?
Eine kieferorthopädische Behandlung kann bereits im Kindesalter beginnen; die erste Beurteilung erfolgt meist mit sieben bis acht Jahren. Auch Erwachsene können sich behandeln lassen — eine Altersgrenze gibt es nicht, solange Zahn- und Kiefersituation es zulassen. - Verursacht eine Zahnspange Schmerzen?
Nach dem Einsetzen und nach dem monatlichen Nachstellen können leichte Schmerzen oder ein Druckgefühl auftreten. Das lässt in der Regel nach wenigen Tagen nach; ein Schmerzmittel hilft über diese Zeit hinweg. - Wie lange dauert die Behandlung?
Das hängt von Zahn- und Kiefersituation ab und liegt meist zwischen einem und drei Jahren. Da für jede Patientin und jeden Patienten ein eigener Plan erstellt wird, kann die Dauer individuell abweichen. - Sieht man die Zahnspange?
Klassische Metallspangen sind sichtbar, es gibt aber unauffälligere Alternativen wie Keramik- oder transparente Brackets sowie linguale Spangen auf der Zahninnenseite. Transparente Aligner (Invisalign) sind praktisch unsichtbar. - Müssen dabei Zähne gezogen werden?
Gelegentlich ist eine Extraktion nötig, damit sich die Zähne korrekt ausrichten lassen. Diese Entscheidung trifft die Zahnärztin oder der Zahnarzt anhand Ihrer Zahnsituation — zwingend ist es keineswegs. - Ist Essen mit einer Zahnspange schwierig?
Anfangs braucht es etwas Gewöhnung. Klebrige, harte und sehr kleinteilige Speisen sollten Sie meiden. Die meisten Lebensmittel können Sie aber schon nach kurzer Zeit problemlos essen. - Verschieben sich die Zähne danach wieder?
Damit die Zähne ihre neue Position halten, ist nach der Behandlung ein Retainer erforderlich. Er verhindert ein Zurückwandern. Retainer werden meist nachts getragen; auf regelmäßiges Tragen kommt es an. - Ist eine kieferorthopädische Behandlung teuer?
Die Kosten hängen von Material, Behandlungsdauer und Ihrem individuellen Bedarf ab. Nach der Untersuchung erhalten Sie einen passenden Behandlungsplan mit einer Kostenübersicht. - Ist das Ergebnis dauerhaft?
Ja. Nach der Behandlung stehen die Zähne korrekt, und der Retainer sichert diese Position. Für ein dauerhaftes Ergebnis sind regelmäßige Kontrollen und eine gute Mundhygiene wichtig. - Erschwert eine Zahnspange die Mundhygiene?
Etwas aufwendiger wird die Reinigung schon. Mit speziellen Zahnbürsten und Zahnseide reinigen Sie Ihre Zähne aber wirksam. Wir zeigen Ihnen gern die passenden Pflegetechniken.
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